Montag, 4. März 2013

Station 2: Tulum


Auf dem Weg nach Tulum lag unsere zweite archäologische Entdeckungsreise: Die Ruinen von Chichén Itzá. Dies sind wohl die bekanntesten Maya-Pyramiden, weshalb sich auch die meisten Darstellungen dieser religiösen Mayabauten sich an der Hauptpyramide Chichén Itzá´s orientieren. Dieses architektonische Meisterwerk wurde vor ungefähr tausend Jahren so konstruiert, so dass sich in der Zeit um die Tag-und-Nacht-Gleiche der Schatten einer gefiederten Riesenschlange die Treppenstufen hinauf schlängeln beobachten lässt, das neben dem Jaguar wohl wichtigste Tiersymbol der Mayakultur.

Hauptpyramide

Tempel

Sternwarte

weiterer Tempel

In Tulum gesellten sich noch zwei weitere Freiwillige zu uns, so dass wir Silvester zu siebt  verbrachten, bevor wir uns trennen und in kleineren Gruppen weiterreisen würden. Da aber schon ein Teil unserer Gruppe in Tulum war und ich mir mit Simon und Lou, die Freiwilligen mit denen ich auch nach Mérida gereist bin, auf dem Weg noch Chichén Itza, die wahrschheinlich berühmtesten Mayaruinen Mexikos, angesehen habe, kamen wir erst am Silvesterabend zusammen. Weil die Supermärkte aber schon sehr leer gekauft waren, viel unsere Verköstigung dementsprechend lächerlich aus. Nach unserem Neujahrsmahl bestehend aus Toast, Mayonaise und Schinken begaben wir uns mit nur ein paar Flaschen Bier und einer Flasche Brandwein zum Strand.

Silversteressen

Vogel in Tulum



unterwegs auf der Ladefläche eines Pick-Ups

Leguan ebenfalls in den Ruinen von Tulum 
Der Strand war ziemlich leer, der Wind lästig und unser gutgelungenes Lagerfeuer wurde uns auch schnell verboten. Die Silvesterparty oben in einer Strandhütte in unserer Sichtweite verbesserte die Situation nicht unbedingt. Trotz alledem war ich zufrieden und hatte meinen Spaß, obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich diesen jederzeit mit den anderen teilte.
Als sich der Strand aber bald zu füllen begann, stieg auch die Stimmung. Immer wieder gesellten sich andere Leuten an unser Lagerfeuer, das wir nicht einsahen auszumachen. So lernten wir Menschen aus Schweden, Niederland, Kanada, England, USA, Argentinien, Belgien kennen unterdenen auch einige Partygäste waren, denen die Feier einfach zu langweilig geworden war. So unterhielten wir uns im Licht des Lagerfeuers und verbrachten ein ruhigen, aber gelungenen Start ins neue Jahr.

Von Tulum aus führten wir unsere "Amateurarchäologentour" fort und besuchten die lokalen Ruinen Tulums, die sich durch ihre wunderschöne Lage direkt am Strand auszeichnen, und die leider sehr turistischen Ruinen in Cobá. Dort gab es auch endlich die erste Pyramide, die man besteigen durfte, da die Ruinen sonst aufgrund der Sicherheit und Erhaltung der Bauten abgesperrt sind. Oben angekommen konnten wir einen ersten Ausblick über den Urwald Quintana Roos werfen und wussten damals nicht, dass dieser auf unserer weiteren Reise noch bei weitem übertroffen wird.
Nach einem letzten Tag am Strand, den wir mit Schnorcheln und in der Sonne faulenzen verbrachten, trennte sich die Gruppe. Mit Max und Aaron, zwei Freunden, die gemeinsam in einem Dorf nördlich Morelias arbeiteten, machte ich mich also auf den Weg nach Chetumal an die mexikanisch-belizianische Grenze.

die am Strand gelegenen Ruinen Tulum´s

Strand zwischen den Tempeln

Ich auf den Treppen Coba´s


Da ist was im Busch
klein und bunt


ein erster Blick über den Urwald


Wir auf der Pyramide

Der letzte Tag am Strand





Donnerstag, 21. Februar 2013

Station 1: Mérida

Die Bilder sind endlich da! Hier Station Eins meiner langen Reise...

Nach fast einem ganzen Tag Busfahrt machten wir unseren ersten Halt am 28.12 in der schönen, aber leider auch sehr touristischen Kolonialstadt Mérida. Die Reise in Mexiko-City mit zwei Mitfreiwilligen begonnen, trafen wir uns dort mit zwei weiteren. Nachdem wir uns in einem Hostel eingebucht und den dazugehörigen Pool ausgetestet hatten, wurde der Abend dazu genutzt die Stadt mit ihrer Kirche und dem Regierungsgebäude zu erkunden.
Da ich über den ersten Mayaruinenbesuch in Uxmal und über die Cenotentour schon berichtet habe, möchte ich es auch hiermit belassen.


Aussicht über die Ruinen Uxmal´s
In den Gängen der Ruinen
Ich vor der Hauptpyramide
Treppensteigen in der mexikanischen Mittagshitze



Sonntag, 3. Februar 2013

Wie so oft hier in Mexiko hat sich wieder einiges verschoben. Ich beginne erst am Dienstagmorgen mit der Arbeit und werde auch hoffentlich am selben Tag die Fotos bekommen.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Mein neues Heim: Morelia

Ich bin  am 26. von meiner Reise zurueckgekehrt und habe noch einen kleinen Abstecher nach Senguio zu meiner alten Gastfamilie gemacht, um den geburtstag meines 2-jaehrigen Gastcousins zu feiern. 
Seit vorgestern lebe ich nun in meiner neuen Familie, einer Mittelstufenlehrerin, ihrer psychologie studierenden Tochter und ihrer Huendin, Boris. Beide sind echt nett, aber nicht so offen und herzlich wie meine vorherige Familie. Ich wohne im Sueden der Stadt relativ nah an der Universitaet, an der ich mich heute vorgestellt habe und ab Montag arbeiten werde. Vorraussichtlich werde ich Konversationsrunden in Deutsch und Englisch leiten und an Projekten zum Beispiel zur Ernaehrung ausserhalb der Uni teilnehmen. Auch das Personal der Uni scheint echt nett und wirklich offen. Auch an bestimmten Kursen, die mich interessieren, werde ich wohl teilnehmen koennen.
Die Fotos des Urlaubs bekomme ich wohl vorraussichtlich morgen oder uebermorgen. Ihr koennt euch schon mal freuen!


Das Zentrum Morelias



So kann man seinen Blog auch vollbekommen. Hier ein Link der grob darstellt, wo meine Reise lang fuehrte:

https://maps.google.com.mx/maps?saddr=Morelia&daddr=Ciudad+de+M%C3%A9xico+to:merida+to:Tulum+to:Chetumal+to:Ciudad+de+Belice,+Distrito+de+Belice,+Belice+to:Caye+Caulker,+Distrito+de+Belice,+Belice+to:Flores,+Pet%C3%A9n,+Guatemala+to:Frontera+Corozal+to:Palenque+to:San+Crist%C3%B3bal+de+Las+Casas+to:Comit%C3%A1n+to:Tuxtla+Guti%C3%A9rrez+to:Oaxaca+to:Veracruz+to:Xalapa+Enr%C3%ADquez+to:Puebla+to:Morelia&hl=es&ie=UTF8&sll=18.646245,-94.372559&sspn=14.021058,23.269043&geocode=FV6wLAEdGuP3-Snjp52yogsthDEghpxneGkBBA%3BFaCEKAEd6FgX-ikHdQnbJgDOhTFB6F4mdhAGVA%3BFRD6PwEd4IGo-ikXDUWrXHFWjzEJ66sVVxX8XQ%3BFehoNAEdl2DJ-ilLKuQQA9RPjzG3mv-T28DtDg%3BFWRXGgEderO8-inFYzcrVaNbjzFdmLC33kDl6g%3BFXH-CgEd4mC--inPdzNIS1hcjzEi_xKQbtzb4Q%3BFWQIDwEdZijB-in9Tb-gHI5cjzGZUAklDTfhnA%3BFW0mAgEdAlmk-ilfP0RVIY1fjzFyqWOVTgpwAA%3BFZiOAAEdSjmV-in3Oy8YtMD0hTHegS8D34IiMA%3BFa3ICgEddHyD-iHx3F2Zceq7bind2713x0TyhTHx3F2Zceq7bg%3BFTt2_wAd-0p6-inPm6geO0XthTHe4ldJo1zVSA%3BFZ_b9wAdak6C-inD_5rlyjiNhTG9MDAujVwQDw%3BFT24_wAdl_ty-imPbtARVtjshTFqIWJGe7143Q%3BFcBrBAEdaio8-il9vkSDGyLHhTFTskAED6DTmg%3BFQbSJAEdC9FE-inFeMpFQkHDhTGbATbpQtakGA%3BFewCKgEdtUg5-inZJfKhHDLbhTF8pEBDvDdIWA%3B%3B&oq=morelia&mra=ls&t=m&z=6

Samstag, 19. Januar 2013

Bin wieder in Mexiko. Meine weitere Reise ging von Flores ueber Frontera Corozal, Palenque, San Cristòbal, Comitàn, Tuxtla de Gutièrrez nach Oaxaca von wo aus ich nun diesen Eintrag schreibe. (Strecke kann gern mal bei Google Maps nachverfolgt werden)
Ankommen in Frontera Corozal, wieder auf mexikanischem Staatsgebiet, wollten ich und meine beiden Mitreisenden uns die im Urwald gelegenen Ruinen Yaxchilàn und Bonampak ansehen. Unsere Plaene scheiternten leider, da wir kaum mexikanischne Pesos beiuns trugen und der naechste Geldautomat drei Fahrtstunden entfernt in Palenque lag. Die letzten 312 Pesos reichen noch grade fuer die Fahrt dorthin.
In Palenque konnten wir zur Entschaedigung ebenfalls ueberaus beeindruckende Maya-Ruinen besuchen. Diese waren wahrscheinlich um einiges touristischer, dafuer konnten man danach noch kostenlos ein dazu konzipiertes Museum besuchen. Auf dem Weg nach San Cristòbal machten wir noch bei den Wasserfaellen Misol-Ha und Aguas Azules halt (Fotos wenn ich in Morelia bin). Wunderschoene Naturschauspiele und eine fantastische Erfrischung im heissen Sueden Mexikos.

San Cristòbal selbst ist eine ruhige, ungewohnt kalte Kolonialstadt. Durch den spanischen Einfluss gab es allerhand Kirchen zu sehen und es war einfach mal entspannend durch die gepflasterte Fussgaengerzone zu spazieren, was einen starken Kontrast zu den sonst unuebersichtlichen und verkehrsregel-frei-scheinenden Strassen Mexikos darstellte. Schnell schlossen wir uns dem gelassenem Lebensstil der Stadt an und verbrachten unsere Abende mit Billard spielen, ein paar Bier oder auch mal einer kleinen Flaschen Pox (Posch ausgesprochem) einen fuer den Staat Chiapas bekannten, aus Zuckerrohr gewonnenen Schnaps. In einem Kino in dem man sich fuer 90 Pesos einen kleinen Saal mieten kann und regionale Filme zeigt sahen wir uns eine Dokumentation ueber die Zapatisten an. Hierbei handelt es sich um eine Rebellenbewegung, die seit 1994 fuer das Recht der indigenen Bevoelkerung kaempfen und ebenfalls aus dem Staat Chiapas stammen. Die Zapatisten und die Fluechtlingsstroeme aus Guatemala sind die Gruende, warum unser Bus auf dem Weg nach Palenque immer wieder in Militaerstuetzpunkten kontrolliert wurden. Auf guatemalekischer Seite reisten wir im Bus noch mit fuenf Honduranern (Einwohner von Honduras), die auf dem Weg in die USA waren und nicht wie wir den direkten Weg ueber den das landbegrenzenden Fluss nahmen.

Muss aufhoeren. Fortsetzung folgt...

Dienstag, 8. Januar 2013

Hey leute,
wollte mich nur kurz melden. mir geht's klasse. Befinde mich grade auf der kleinen Halbinsel, Flores, in der Naehe von Santa Elena in Guatemala. Kurz vorher war ich in Belize, habe aber nur halt in Belize City und auf der winzigen Insel Caye Caulker gemacht.
Das schoenste hier ist einfach all die Eindruecke von diesen Laendern zu sammeln. Beide Nationen sind nicht besonders reich, um nicht ziemlich arm sagen zu muessen, aber definitiv reisenswert und ziemlich unterschiedlich. Da Belize bis 1982 noch eine englische Kolonie war sind die offizielen Landes Sprachen Englisch und Kreol (Englisch mit afrikanischem Einfluss). In der langen Kolonialzeit unter englischer Krone kamen damals viele Sklaven aus Afrika ins Land, weshalb der Grossteil der belizianischen Bevoelkerung "farbig" ist. Allgemein ist das Land auch Karibik pur. Man fuehlt sich nicht wie in Mittelamerika, sondern wie auf einer Karibikinsel, wo wir mit Caye Caulker auch waren. Ueberall stehen viele Palmen, der Baustil ist anders, man hoert Reggae-Musik und die Bevoelkerung spricht ein lustiges, schnalzendes Englisch bei dem fast jeder Satz mit "man" oder "brodda" beendet wird.
Guatemala hingegen ist Mexiko wieder sehr aehnlich. Es war schon wie eine kleine Heimkehr fuer mich. Besonders dass wieder Spanisch gesprochen und das Essen mit reichlich Tortilla serviert wird, hat mir ein heimisches Gefuehl beschert. Die Preise sind hier im Gegensatz zu Belize, aber sehr guenstig. Besonders stolz bin ich auf meine grade eben ergatterte Erungenschaft: einen sogenannten "Tecomate", das ist eine flaschenaehnliche Kuerbisfrucht, die ausgehuellt und mit einem abgeknabberten Maiskolben verschlossen wird, um darin Wasser oder ander Fluessigkeiten zu transportieren. Dieser wurde vor der Erfindung der Plastikflasche viel in Guatemala genutzt und ist deshalb das traditionelle Gefaesse hier, obwohl es inzwischen schon ein bisschen kniffelig geworden ist diese zu erstehen.
Ausserdem haben wir uns wieder ein mal Ruinen angesehen. Diesmal in Tikal ( auch in Guatemala). Definitiv die Beeindruckensten und das nach Uxmal, Chichén Itzá, Tulum und Cobá. Bilder dieser ueberwaeltigenden Konstruktionen und mehr gibt es nach meiner Reise.
Heute verweilen wir noch auf dieser kleinen Halbinsel und geniessen die Ruhe, bevor es morgen nach Yaxchilán, eine weitere Ruinenstaette, und darauf zu einer Lagune, nach Palenque und San Cristóbal de las casas geht.

Nos vemos ahorita

Mittwoch, 2. Januar 2013

Auf den Spuren der Maya

Frohes Neues!!!
Ich bin am Strand von Tulum gut ins neue Jahr gekommen und ich hoffe ihr habt ebenso schön mit den nächsten 365 Tagen begonnen. 
Mein Urlaub auf der Halbinsel Yucatán ist super bisher. Seit dem 27.12 bin ich nun unterwegs und werde gegen Ende Januar nach Morelia zurückkehren, um mich am 28.01 bei meiner Uni vorzustellen. 
Angefangen in der Kolonialstadt Mérida habe ich schon so einige Maya-Ruinen und Cenoten gesehen. Cenoten sind unterirdische Wasserlöcher, die wirklich fantastisch aussehen.
Derzeit bin ich immer noch in Tulum. Nach einem weiterem Tag am Strand begebe ich mich morgen abend mit zwei anderen Freiwilligen an die mexikanische Grenze nach Chetumal und den darauffolgenden Tag nach Belize...
Lange Rede kurzer Sinn: Ich sitze hier mitten im Winter kurz vor Mitternacht in kurzer Hose und Tanktop, lausche genialer Trommelmusik und trinke Cocktails zum Preis von umgerechnet 1,20€. Wem nun plötzlich Neid aufkommt, dem kann ich das nicht verübeln.
Wir mit Grottenschlamm eingerieben
(Ich bin der in der Mitte)

Die Hauptpyramide in Uxmal