Auf dem Weg nach Tulum lag unsere zweite archäologische Entdeckungsreise: Die Ruinen von Chichén Itzá. Dies sind wohl die bekanntesten Maya-Pyramiden, weshalb sich auch die meisten Darstellungen dieser religiösen Mayabauten sich an der Hauptpyramide Chichén Itzá´s orientieren. Dieses architektonische Meisterwerk wurde vor ungefähr tausend Jahren so konstruiert, so dass sich in der Zeit um die Tag-und-Nacht-Gleiche der Schatten einer gefiederten Riesenschlange die Treppenstufen hinauf schlängeln beobachten lässt, das neben dem Jaguar wohl wichtigste Tiersymbol der Mayakultur.
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Hauptpyramide
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| Tempel |
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| Sternwarte |
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| weiterer Tempel |
In Tulum gesellten sich noch zwei weitere Freiwillige zu uns, so dass wir Silvester zu siebt verbrachten, bevor wir uns trennen und in kleineren Gruppen weiterreisen würden. Da aber schon ein Teil unserer Gruppe in Tulum war und ich mir mit Simon und Lou, die Freiwilligen mit denen ich auch nach Mérida gereist bin, auf dem Weg noch Chichén Itza, die wahrschheinlich berühmtesten Mayaruinen Mexikos, angesehen habe, kamen wir erst am Silvesterabend zusammen. Weil die Supermärkte aber schon sehr leer gekauft waren, viel unsere Verköstigung dementsprechend lächerlich aus. Nach unserem Neujahrsmahl bestehend aus Toast, Mayonaise und Schinken begaben wir uns mit nur ein paar Flaschen Bier und einer Flasche Brandwein zum Strand.
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| Silversteressen |
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| Vogel in Tulum |
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| unterwegs auf der Ladefläche eines Pick-Ups |
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| Leguan ebenfalls in den Ruinen von Tulum |
Der Strand war ziemlich leer, der Wind lästig und unser gutgelungenes Lagerfeuer wurde uns auch schnell verboten. Die Silvesterparty oben in einer Strandhütte in unserer Sichtweite verbesserte die Situation nicht unbedingt. Trotz alledem war ich zufrieden und hatte meinen Spaß, obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich diesen jederzeit mit den anderen teilte.
Als sich der Strand aber bald zu füllen begann, stieg auch die Stimmung. Immer wieder gesellten sich andere Leuten an unser Lagerfeuer, das wir nicht einsahen auszumachen. So lernten wir Menschen aus Schweden, Niederland, Kanada, England, USA, Argentinien, Belgien kennen unterdenen auch einige Partygäste waren, denen die Feier einfach zu langweilig geworden war. So unterhielten wir uns im Licht des Lagerfeuers und verbrachten ein ruhigen, aber gelungenen Start ins neue Jahr.
Von Tulum aus führten wir unsere "Amateurarchäologentour" fort und besuchten die lokalen Ruinen Tulums, die sich durch ihre wunderschöne Lage direkt am Strand auszeichnen, und die leider sehr turistischen Ruinen in Cobá. Dort gab es auch endlich die erste Pyramide, die man besteigen durfte, da die Ruinen sonst aufgrund der Sicherheit und Erhaltung der Bauten abgesperrt sind. Oben angekommen konnten wir einen ersten Ausblick über den Urwald Quintana Roos werfen und wussten damals nicht, dass dieser auf unserer weiteren Reise noch bei weitem übertroffen wird.
Nach einem letzten Tag am Strand, den wir mit Schnorcheln und in der Sonne faulenzen verbrachten, trennte sich die Gruppe. Mit Max und Aaron, zwei Freunden, die gemeinsam in einem Dorf nördlich Morelias arbeiteten, machte ich mich also auf den Weg nach Chetumal an die mexikanisch-belizianische Grenze.
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| die am Strand gelegenen Ruinen Tulum´s |
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| Strand zwischen den Tempeln |
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| Ich auf den Treppen Coba´s |
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| Da ist was im Busch |
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| klein und bunt |
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| ein erster Blick über den Urwald |
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| Wir auf der Pyramide |
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| Der letzte Tag am Strand |