Samstag, 1. Dezember 2012

Zu Pferde durchs Vulkangestein

Obwohl dieser Ausflug schon ein paar Wochen her ist, möchte ich es dennoch nicht versäumen euch davon zu berichten. Mit zwei deutschen Freunden, die ebenfalls in einer mexikansichen Schule arbeiten, und zwei ihrer Kollegen begab ich mich auf den Weg den Paricutín, einen Vulkan in der Nähe der für ihren Avocadoanbau bekannten Stadt, Uruapan, zu besteigen.
Und als wenn das nicht genug an Abenteuer wäre entschieden wir uns dazu den Aufstieg jeweils auf dem Rücken eine Pferdes zu bestreiten. Dort liegt bekanntlich ja das Glück der Erde. Also beschritten wir blutige Anfänger des Reitsports unsere Reise von Angahuan aus zu Pferd. Ich, der vorher in seinem Leben erst einmal auf einem Pferd sahs und damals auch sofort wieder abgeschmissen wurde, fühlte mich zu Anfangs doch nicht allzu sicher ohne jegliche Vorkenntnisse durchs unwegsame Terrain zu reiten. Schnell fanden wir aber den Gefallen an der Sache und hinterließen im Galopp Wolken von Lavastaub und riskierten die Schmerzen am darauffolgendem Tag. 


Das letzt Stück des Aufstiegs mussten wir auf Grunde des starken Gefälles doch zu Fuß bewältigen. Und ihr könnt mir glauben, das ist in der mexikanischen Mittagshitze kein freudiges Unterfangen! Auf dem Weg zum Gipfel gab es noch die vom Ausbruch 1947 übriggebliebene Aktivität in Form von heißen, rauchenden Gesteins löchern zu bestaunen. Erschöpft oben angekommen, genossen wir, während einer verdienten Pause, erst einmal die Aussicht über die von erkaltetem Lavagestein bedeckte Landschaft und den Krater. Auf dem Rückweg genehmigten wir uns noch einen Abstecher zu dem Dorf  "San Juan Viejo", welches während des Ausbruches fast vollständig von Lava begraben wurden und besuchten die Kirche, das einzige Gebäude, das noch aus den Gesteinsbergen herausragt. Nach einem Bierchen und Quesadillas begaben wir uns auf den Heimritt bis wir reichlich erschöpft aber mit einigen Erfahrungen mehr wieder Angahuan ankamen.


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